Mauritius - Badeinsel
Mauritius zählt zu den attraktivsten Urlaubsziele weltweit. Gerade bei den bei Deutschen ist die Insel sehr beliebt. Viele kommen hierher um dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen.
Die kleine Insel, welche im Indischen Ozean gelegen ist, lockt mit warmen Temperaturen, traumhaft weißen Stränden, einer atemberaubenden Unterwasserwelt und spektakulären Gebirgen.
In früheren Jahren wurde Mauritius von dichtem tropischen Regenwald bewachsen. Die durch den Regenwald gewonnen Harthölzer wurden von den Holländer und Franzosen exportiert. Heute ist nur noch wenig von den Ursprüngen der Vegetation vorhanden. Doch sind frühere Bambus- und Buschvegetationen in den Bergregionen aufzufinden.
Bevölkerung
Mauritius hat eine Einwohnerzahl von ca. 1.248.592 (2006) und eine Bevölkerungsdichte von 612 Einwohner pro km².
Die Bevölkerung setzt sich aus 2/3 indischen Immigranten und
1/3 kreolischen Bürgern zusammen. Zu den übrigen Einwohner gehören Europäer und Asiaten.
Die Lebenserwartung ist mit 72 Jahren relativ hoch im Vergleich zu dem afrikanischen Durchschnitt mit 49 Jahren.
Geografie/Klima
Der Name des 2.040 km² großen Landes setzt sich aus dem holländischen Prinzen Maurits von Nassua zusammen.
Die Republik Mauritius (größte Insel des Landes), welche aus einer Hauptinsel und weiteren kleinen Inseln besteht, liegt im Indischen Ozean. Madagaskar liegt rund 800 km entfernt und die südöstliche Küste Afrikas ca. 2.000 km. In ungefähr 200 km Entfernung liegt im Westen La Réunion. Nördlich von Mauritius befinden sich die Seychellen und 4.000 km entfernt im Nordosten Indien.
Neben der Hauptstadt Port Louis befinden sich in Mauritius noch andere wichtige Städte, wie z.B. Rose-Hill, Curepipe, Beau-Bassin, Phoenix, Vacoas und Quatre Bornes.
Rodrigues, die zweit größere Insel in Mauritius besitzt ca. 40.000 Einwohner. Mauritius und Rodrigues (105 km² groß) gehören zusammen mit La Réunion zu den Maskarenen. Die Inselgruppe ist vor ca. acht bis zehn Millionen Jahren entstanden, nachdem sich die afrikanische Platte über die Reunion-Hotspots driftete.
Der Staat von Mauritius setzt sich aus Rodrigues, den Agalega-Inseln und den Cargados-Carajos-Inseln zusammen.
Einige weitere kleine Inselgruppen, die sich auf den um Mauritius umgebenen Korallenriffen erheben, sind Amber Island, Gunners' Coin und Round Island.
Die Inseln sind aus vulkanischen Aktivitäten entstanden. Über das Hochplateau im Inneren der Hauptinsel ragt das höchste Gebirge der Insel „Piton de la Rivière Noire“ mit 828m empor. Dieses ist geprägt von zahllosen Bächen, Schluchten und Wasserfällen.
Wirtschaft
Nach der Unabhängigkeit Mauritius stabilisierte sich die politische Lage auf der Insel. Immer mehr ausländische Investoren wurden angezogen und somit stieg das Pro-Kopf-Einkommen. Doch bedingt durch fallende Zuckerpreise und Naturkatastrophen verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum stark.
Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2008 8,5 Mrd USD und das Pro-Kopf-BIP lag bei 11.410 USD.
Die Währung von Mauritius ist die Rupie. Das Währungs-Kürzel ist MUR. 1 Mauritius Rupie entspricht 100 Cents, bzw. 44 Rupies sind rund 1 € sind.
Die Dienstleistungen haben in Mauritius einen Anteil von ca. 58 % an der Wirtschaft. Der Wirtschaftssektor der Industrie beträgt 33 %. Mit 9 % trägt die Landwirtschaft zur Wirtschaft bei.
Der wichtigste Wirtschaftszweig ist das Hauptanbauprodukt der Rohrzucker – er wird auf rund 90 % der kultivierten Fläche angebaut. Jedoch trägt dieser mit 2.2 % sehr wenig zum Bruttoinlandsprodukt bei! Durch den ungehinderten Zugang zum Europäischen Markt wird jedoch das Auskommen der Bevölkerung vorerst gesichert.
Die Insel ist vom Außenhandel und dem Tourismus abhängig. Doch versucht man durch die Ansiedlung von Technologie-Unternehmen die Abhängigkeit vom Zucker- und Textilexport zu reduzieren. Der Tourismus sorgt für die nötigen Devisen – so werden viele Arbeitsplätze gesichert. Bedingt durch die wenigen (bzw. keinen) Bodenschätzen in Mauritius, muss die Insel eine Exportindustrie schaffen, welche nicht auf billige Massenware setzt, sondern auf hochwertige Spezialwaren.
Viele Investoren werden durch die niedrigen Löhne und den günstigen Steuern angelockt.
Mauritius Geschichte
Mauritius ist vor 8 Mio. Jahren aus vulkanischen Aktivitäten entstanden.
1512 wird Mauritius (und Réunion) vom portugiesischen Seefahrer Pedro de Mascarenas entdeckt. Nach ihm wurden auch die "Maskarenen" benannt.
Ende des 16.Jahrhunderts 1598 nehmen die Holländer die Insel in Besitz und nennen sie "Mauritius" nach ihrem Stadthalter Prinz Moritz (Maurice) von Nassau.
In den kommenden einhundert Jahren (ca. 1638-1710) versuchen die Holländer die Insel zu besiedeln und die erste Siedlungen in Port South East zu gründen. 1710 verlassen sie Mauritius und Piraten lassen sich nieder.
1715 wird die Insel von Frankreich in Besitz genommen und vom ersten Gouverneur Frankreichs in "Ile de France" umbenannt.
In der Zeit von 1721-1810 importieren die Franzosen Sklaven aus Afrika, Asien und Madagaskar. Diese arbeiten auf den Zuckerrohrplantagen. Mahe de Labourdonnais, französischer Gouverneur, gründet 1735 die Hauptstadt Port Louis.
1748 versuchen die Engländer die Insel zu erobern – erfolglos. Obowhl sich die Franzosen 1796 gegen die die Sklaverei aussprechen, kann das Gesetz auf Mauritius nicht durchgesetzt werden.
1808 wird das französisches Zivilgesetzbuch "Code Napoléon" eingeführt, welches bis heute noch gültig ist.
Zwei Jahre später am 2.12.1810 wird die Insel von den Engländern erobert und in seinen alten Namen „Mauritius“ wieder umbenannt.
Anfang des 19. Jahrhunderts 1814 werden in einem Friedensvertrag die Inseln Réunion, Rodrigues, Mauritius und die Seychellen aufgeteilt.
1835 wird die Sklaverei durch die Briten endgültig abgeschafft. Ersatzweise werden Arbeitskräfte aus China und Indien ("Kulis") beschäftigt.
In den Jahren 1891-1899 kommt es zu Naturkatastrophen und Epidemien, welche Mauritius sehr zerstören. Bedingt durch die folgenden Krankheiten und Auswanderungen wurde die Einwohnerzahl fast halbiert.
Mitte des 20. Jahrhunderts darf nun jeder uneingeschränkt wählen gehen.
1968 wird die Insel unabhängig von England. Mauritius ist von da an ein souveräner Staat im britischen Commonwealth. Rodrigues wird nun von Mauritius verwaltet und Seewoosagur Ramgoolam wird als erster Premierminister ernannt. 1982 gewinnt Sir Anerood Jugnauth, Führer der MMM, die Wahlen und wird neuer Premierminister.
1992 wird Mauritius Republik (dazu gehört auch Rodrigues).
Drei Jahre später gewinnt die Arbeiterpartei erneut bei den Neuwahlen und Navin Ramgoolamr (Sohn des verstorbenen Sir Seewoosagur) wird zum Premierminister ernannt. Dieser wird 2000 von Sir Anerood Jugnauth wieder abgelöst.
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