Hongkong - "Duftender Hafen"


Hongkong, zu deutsch "Duftener Hafen"
, ist die Weltmetropole der Gegensätze an Perlfluss-Delta im Südosten Chinas.

Hongkong (ca. 7 Millionen Einwohner) ist eine lebendige und spannungsreiche Stadt: Kommunismus und Kapitalismus, östliche Tradition und westlicher Lifestyle sind hier auf engstem Raum miteinander verbunden.

Das Erbe der Engländer (britische Kolonie bis 1997) ist allgegenwärtig. Auch das Umland des Hongkong Stadtgebietes hat Erstaunliches zu bieten: Große Grünflächen, Berg- und Waldgebiete, einsame Strände und viele Inseln laden zur Erkundung ein. 

Hongkong besitzt eine hervorragende Straßenverkehrs-Infrastruktur. Durch die zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten, kann jeder kleine Winkel Hongkongs gut besichtigt werden.

Macau (ca. 500.000 Einwohner) liegt etwa eine Stunde von Hongkong entfernt.  Die vielen Kolonialbauten und die entspannte Atmosphäre verleihen der 1557 von den Portugiesen gegründeten Stadt, die erst 1999 an China zurückfiel, ein mediterranes Flair. Einzig die schönen Strände der beiden zu Macau gehörenden Inseln übertreffen die interessante Mischung europäischer und chinesischer Kultur.

Das ebenfalls am Perlfluss gelegene Kanton kann auf eine über 2.000 Jahre alte Handelstradition zurückblicken. Mit seinen 4,5 Millionen Einwohnern ist es eine weltoffene, aufstrebende Stadt, die stark vom nahen Hongkong beeinflusst wird - außerdem gibt es hier viele Sehenswürdigkeiten wie Tempel, Museen und ein Königsgrab zu bestaunen.

Bevölkerung


Hongkong ist mit seinen ca. 7 Millionen Menschen im Bezug auf die Einwohnerzahl die drittgrößte Metropole der Volksrepublik China. In den letzten 60 Jahren hat sich die Bevölkerung nahezu verzwölffacht.

Die besiedelten Gebiete Hongkongs gehören mit rund 16.000 Personen pro km² zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt

95 % der Bevölkerung sind Chinesen. Weiterhin leben in Hongkong bedeutende Gruppen an Einwanderen, nennenswert sind hier Filipinos, Indonesier, Thais und Inder, aber auch Westeuropäer und Amerikaner.

Geografie/Klima


An der Mündung des Perlflusses liegend, erstreckt sich Hongkong über eine unregelmässig geformte Halbinsel sowie 262 Inseln.

Das Land erstreckt sich auf 1.104 km², jedoch sind nur etwa 25 % bevölkert, was an dem sehr bergigen Relief mit vielen steilen Hängen liegt.

Aufgrund dieser Topographie des Gebietes ist die Stadt eine der grünsten Metropolregionen Asiens.

Die höchste Erhebung ist der Tai Mo Shan mit 958 m.

Hongkongs Wirtschaft


Hongkong ist eine stabile freie Maktwirtschaft
, die jedoch immer stärker auch vom Mutterland beeinflusst wird. Jeder Einwohner ist selbst für seine Krankheits- und Alterversorge zuständig. Sozialleistungen nach europäischen Maßstäben sind praktisch unbekannt.

Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf beträgt ca. 25.000 US-Dollar.

Die Wirtschaft ist stark Export orientiert. Hongkongs Regierung setzt auf eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China, um auch am starken Wirtschaftswachstum des Mutterlandes teilzuhaben. Deshalb wurde wurde 2003 das "Closer Economic Partnership Arrangement" unterzichnet, welches Unternehmen aus Hongkong den bevorzugten Zutritt zu den chinesischen Märkten einräumt.

Hongkong besitzt kaum natürliche Ressourcen und ist stark vom internationalen Handel abhängig. Der Hafen Hongkongs ist ein wichtiger Umschlagplatz für Industrieprodukte aus Hongkong und der Volksrepublik China.

Hongkong ist eines der wichtigsten Finanzzentren Asiens. Es verfügt über eine der fortgeschrittene Informations- und Telekommunikationsinfrastruktur und hat ein außerordentlich solides und gut überwachtes Bankensystem.

Natürlich ist auch der Tourismus eine sehr wichtige Einnahmequelle.
Viele Touristen kommen zum Einkaufen nach Hongkong, sodass der Einzelhandel besonders davon profitiert.

Der neu erbaute Flughafen Chek Lap Kok ist ein wichtiger Knotenpunkt des Flugverkehrs und zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor aufgestiegen.

Hongkongs Geschichte


Die Besiedlung
die Region des heutigen Hongkongs erfolgte während der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr) durch den Han-Chinesen.

Um 1517 kamen die ersten portugiesischen Händler.

1699 gelangten die Briten zum ersten mal nach China.

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde dann durch die Briten ein fester Handelsstützpunkt in Guangzho gegründet. Als die Briten jedoch begannen, Opium nach China zu importieren, kam es zum ersten Opiumkrieg in dessen Folge Hongkong 1841 durch die Briten besetzt wurde.

Ein Jahr später wurde das Gebiet dann offiziell von China an die Besatzer abgetreten, wodurch der Weg Hongkongs zur britischen Kronkolonie im Jahr 1843 endgültig geebnet wurde.

1860 folgte die Abtretung Kowloons und am 9. Juni 1898 wurde das Gebiet nördlich Kowloons bis zum Shenzhen-Fluss (die New Territories) sowie weitere 235 Inseln auf 99 Jahre gepachtet. Damit wurde die Versorgung der Kronkolonie mit Wasser und Nahrungsmitteln gewährleistet und das Gebiet militärisch beser abgezusichert.

Die Briten entwickelten Hongkong zu einer wichtigen Freihandelszone in Ostasien.

Unmittelbar nach dem Ausbruch des 2.Weltkrieges in Ostasien wurde Hongkong von den Japanern angegriffen und bereits nach zweieinhalb Wochen Kampf mussten sich die Briten den Japanern ergeben.

Hongkong war am Ende des Zweiten Weltkrieges stark verwüstet.

Am 1.10.1949 wurde die "Volksrepublik China" ausgerufen und hunderttausende sogenannte Konterrevolutionäre flohen nach Hongkong.
Außerdem verlegten deshalb viele ausländische Firmen ihre Vertretungen von kommunistischen Shanghai nach Hongkong.

Am 1. Juli 1997 übernahm die Volksrepublik China wieder die Kontrolle über Hongkong. Seitdem ist Hongkong eine Sonderverwaltungszone.

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