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Vietnam – das unentdeckte Asien
Vietnam ist bekannt für die einzigartigen Landschaften und das offene, freundliche und fleißige Volk.
Vor einigen Jahren assoziierten die meisten Menschen mit dem Land Vietnam die schreckliche Bildern des Vietnam Krieges. Doch seit 1990 begann der relativ unberührte Tourismus in Vietnam sich aufzubauen.
Zwar hat sich das Land mit aller Mühe aus der schlimmsten Armut befreit, jedoch ist Vietnam immer noch ein Dritte-Welt-Land.
Vietnam ist mit seinen einfachen Lebensverhältnissen nicht vergleichbar mit der europäischen Lebensweise. Besonders die preiswerten Übernachtungsmöglichkeiten locken den Touristen.
Das Land begeistert durch die vielfältige Landschaft mit faszinierenden Gebirgen, unberührten Küstenlandschaften, traumhaften Stränden, tiefgrünen Reisfeldern und riesigen Flussdeltas.
Geografie
Vietnam, gelegen in Südostasien, grenzt nördlich an China und westlich an Kambodscha und Laos. Östlich wird das Land vom Südchinesische Meer und vom Truong-Son-Gebirgszug begrenzt. Der Südwesten grenz an den Golf von Thailand.
Vietnam ist fast so groß wie Deutschland mit einer Fläche von 329.560 km².
Hanoi im Norden ist die Hauptstadt Vietnams. Die Stadt ist trotz der Einwohnerzahl von mehr als 6,4 Millionen Menschen relativ ruhig und konservativ.
Im Bereich der Ostküste befinden sich viele Gebirge und Hochebenen.Phan-xi-păng ist der höchste Berg mit über 3100 Metern. Vietnam ist vom Flussdelta des Roten Flusses und vom Schwemmlandgebiet des Mekong geprägt.
An der 3.400 km langen Küste ziehen sich zahlreiche Traum - Strändeentlang.
Vietnam besitzt fünf verschiedene Landschaften: die Gebirgslandschaft des Yunnan-Hochland im Norden, das Delta des Roten Flusses, das Annamitengebirge, der Annamitische Küstenstreifen und das Mekong-Delta.
Wirtschaft
Das Land ist eine Sozialistische Volksrepublik mit Einparteiensystem (Verfassung von 1992).
Mit Einleitung der marktwirtschaftlichen Reformen im Jahre 1986 begann Vietnams Wirtschaft langsam aufzublühen. Doch der große wirtschaftliche Aufschwung wie beim Nachbarn China blieb bisher aus.
Da das Land sehr von Exporten und Investitionen abhängig ist, traf die Wirtschaftskrise 2009 Vietnam mit Exportrückgängen von -12% und der Abnahme der ausländischen Direktinvestitionen (-17%) sehr hart.
Zu den Exportprodukten zählen u.a. Erdöl, Kohle und Textilien.
Vietnam gehört nach wie vor zu den ärmeren Ländern der Welt. Die Wachstumsrate liegt jedoch bei etwa 6,2%.
Der Hauptwirtschaftszweig Vietnams ist immer noch die Agrarwirtschaft. Ca. 65% der Bevölkerung sind in diesem Sektor tätig. Zu den Anbauprodukten gehören u.a Reis, Mais, Zuckerrohr, Baumwolle, Kaffee, Tee und Tabak.
Mit rund 42% trägt die Industrie, wie Nahrungsmittel-, Textil-, Eisen- und Stahlindustrie, und die Dienstleistungen zum Brottoninlandsprodukt bei.
Dong (D, VND) ist die Landeswährung. Münzen sind in Vietnam nicht mehr vorhanden. 1 Euro entsprechen etwa 16.000 Dong. Der US-Dollar stellt die bevorzugte Währung dar.
Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2007 etwa 818 US-Dollar pro Einwohner. Daher ist das Preisniveau in Vietnam für EU-Reisende sehr niedrig.
Geschichte
Die Geschichte Vietnams begann bereits mehr als 30.000 Jahren.
200 v.Chr. wurde das Königreich Nam Viet gegründet. 111 v.Chr. kam es dann zur Niederlage der Armee von Nam Viet.
Seitdem wurde Vietnam fast 1.000 Jahre lang als Provinz Chinas regiert. Die chinesische Herrschaft beeinflusste die Entwicklung Vietnams wesentlich. Die Kunst, Kultur, das Verwaltungswesen sowie die Staats- und Gesellschaftslehre wurden nach dem Vorbild Chinas aufgebaut und ausgerichtet. Die ländlichen Regionen lehnten sich jedoch immer wieder gegen diechinesische Fremdherrschaft auf.
939 n. Chr. konnte die chinesische Herrschaft beendet werden.
Viele Dynastien (wie z.B. die Li-Dynastie) folgten, wodurch die Situation Vietnams sehr instabil wurde.
Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts war das Land in zwei Teile gespalten. Im 19. Jahrhundert kam es dann zu einer Einigung, die aber nicht lange anhielt.
Im 18. Jahrhundert wurde Cochinchina, Annam und Tonkin von den Franzosen mit Hilfe militärischer Mittel erobert. Es gelang ihnen eine Kolonialherrschaft einzurichten. 1930 wurde die Kommunistische Partei Indochinas gegründet, welcher ein erster Schritt in Richtung Bekämpfung der Franzosen darstellte.
Im Zweiten Weltkrieg unterlag Frankreich dem Deutschen Reich, wodurch im Mai 1941 Vietnam von japanischen Truppen besetzt wurde. Nachdem auch die Japaner eine Niederlage erlitten, rief am 2. 9. 1945Ho Chi Minh die Demokratische Republik Vietnam aus.
1946 brach dann der Indochinakrieg aus. Bei dem Bombardement im ersten Vietnamkrieg (1946 - 1954) gegen Nordvietnam und Kambodscha wurden dreimal so viele Bomben abgeworfen, wie während des kompletten Zweiten Weltkriegs. Dadurch wurde der Widerstand jedoch nur verstärkt, aber gleichzeitig auch viel Elend über das Land gebracht.
Bedingt durch die Genfer Indochinakonferenz 1954 wurde Vietnam in eine nördliche und in südliche Zone geteilt. Beide Teile entwickelten sich aber völlig unterschiedlich. Nord-Vietnam wurde zur Demokratischen Republik Vietnam mit kommunistischer Führung und Süd-Vietnam wurde zur Republik Vietnam.
Durch Druck der USA in den 60er Jahren auf Südvietnam brach 1968 der zweite Indochinakrieg (Vietnamkrieg) aus. Dieser kostete ca. 4 Mio. Bürgern (ca. 10% der Bevölkerung) das Leben. Nachdem Südvietnam kapitulierte und die nordvietnamesischen Truppen in Saigon einmarschierten, endete am 30.4.1975 der zweite Indochinakrieg.
Nachdem 1975 Süd-Vietnam von den Kommunisten erobert wurde, vereinigte man im Sommer Südvietnam mit Nordvietnam zur Sozialistischen Republik Vietnam.
Die Auswirkungen des Krieges sind bis heute in den Städten, der Wirtschaft und auch in der Natur sichtbar.
Durch die Lage am südchinesischen Meer gab es häufig Grenzzwischenfälle mit Laos, China, Thailand und Kambodscha. Nenneswert ist der Grenzkrieg 1978 zwischen Kambodscha und der Volksrepublik China, welcher mit dem Rückzug der vietnamesichen Truppen aus Kambodscha endete.
Die neue Verfassung von 1992 schrieb die Umwandlung von der Plan- in eine Marktwirtschaft mit sozialistischer Orientierung vor.
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